Geld ordnen mit dem Kobel-System: 7 Räume für dein Geld

Vielleicht kennst du das: Alles läuft über ein einziges Konto. Miete, Einkäufe, der Kaffee unterwegs, die Rücklage, die eigentlich wachsen sollte – alles durcheinander.

Und wenn alles durcheinanderliegt, ist nie ganz klar, was wirklich da ist. Was ausgegeben werden darf. Was gerade fehlt.

Diese Unklarheit kostet mehr als Geld. Sie kostet Ruhe.

Warum ein Kobel?

Ein Kobel ist das Nest des Eichhörnchens: außen fest verwoben und innen weich ausgepolstert. Ein geschützter Ort, an den es zurückkehren kann.

Dieses Bild passt für mich auch zu Geld. Deshalb besteht das Kobel-System aus sieben Räumen, und jeder von ihnen hat eine eigene Aufgabe.

Du musst daraus kein kompliziertes Kontenmodell machen. Das System soll zu deinem Leben passen und darf sich verändern, wenn sich dein Leben verändert.

Die 7 Kobel

Der Lebenskobel ist für deinen Alltag da: Miete, Strom, Lebensmittel, Versicherungen und Mobilität. Alles, was regelmäßig bezahlt werden muss, gehört zuerst hier hinein.

Der Freudenkobel ist das Geld für Dinge, die dein Leben schön machen. Blumen, ein Kaffee unterwegs, ein Essen mit Menschen, die dir wichtig sind. Wenn dieses Geld dafür vorgesehen ist, musst du dich nicht bei jeder kleinen Freude fragen, ob du sie dir erlauben darfst.

Der Stärkungskobel ist für alles, was dir langfristig guttut: Gesundheit, Bewegung, Therapie oder Weiterbildung. Vielleicht ist er anfangs klein. Entscheidend ist, dass auch du in deiner Geldaufteilung vorkommst.

Im Sicherheitskobel liegt deine Rücklage für Unerwartetes: eine Reparatur, die kaputte Waschmaschine oder eine Rechnung, mit der du nicht gerechnet hast.

Der Freiheitskobel hat eine andere Aufgabe. Dieses Geld soll dir eine Wahl geben. Es kann dir ermöglichen zu gehen, wenn du gehen musst, eine Entscheidung zu treffen oder nicht nur deshalb in einer Situation zu bleiben, weil du dir Veränderung gerade nicht leisten kannst.

Der Wachstumskobel schaut weiter nach vorn. Hier kannst du Geld anlegen und dir nach und nach etwas aufbauen - in dem Tempo, das zu dir passt.

Und dann gibt es den Gebenskobel: Geld, mit dem du etwas weitergibst. Ein Geschenk, eine Spende oder einfach jemandem eine Freude. Auch dafür darf es einen eigenen Platz geben.

Brauche ich dafür sieben Konten?

Nein. Du brauchst nicht sieben neue Bankverbindungen, um mit dem Kobel-System zu arbeiten.

Ein Kobel ist zuerst einmal ein gedanklich und praktisch getrennter Raum. Für manche Räume ist ein eigenes Konto sinnvoll, weil das Geld sonst schnell im Alltag mitfließt - beim Sicherheitskobel zum Beispiel. Für andere kann ein Umschlag, ein Unterkonto oder ein fest vorgemerkter Betrag reichen.

Wichtig ist nicht die perfekte technische Lösung. Wichtig ist, dass du weißt, wofür das Geld gedacht ist.

Womit du anfängst

Am besten nicht mit allen sieben auf einmal, sondern mit zwei.

Schau zuerst auf den Lebenskobel und den Freudenkobel: Was kostet dein Alltag wirklich, und welcher kleine Betrag darf ganz bewusst für Schönes da sein?

Schon diese Aufteilung kann etwas verändern. Du siehst klarer, was du zum Leben brauchst, und musst Freude nicht jedes Mal aus dem Rest des Monats herausquetschen.

Wenn es möglich ist, kommt als Nächstes der Sicherheitskobel dazu. Die anderen Räume dürfen später wachsen.

Wie groß darf jeder Raum sein?

Wie viel in jeden Kobel fließen kann, hängt von deinem Leben ab. Eine alleinerziehende Mutter mit engem Budget teilt anders auf als jemand mit stabilem Einkommen und ohne finanzielle Verpflichtungen.

Wichtiger als ein perfekter Prozentsatz ist die Reihenfolge: Zuerst muss dein Alltag tragen. Dann dürfen Freude und eine erste Rücklage Platz bekommen. Wachstum kommt nicht zu spät, nur weil du vorher für einen sicheren Boden sorgst.

Was sich dadurch verändert

Wenn dein Geld aufgeteilt ist, musst du nicht bei jeder Ausgabe wieder ganz von vorn überlegen.

Der Kaffee wird aus dem Freudenkobel bezahlt. Für die Autoreparatur ist der Sicherheitskobel da. Und das Geld für Miete und Strom sieht auf dem Konto nicht mehr so aus, als wäre es frei verfügbar.

Das macht dein Konto nicht automatisch voller. Aber es macht sichtbarer, was du hast und wofür es reichen soll.

Und genau diese Klarheit kann erstaunlich viel Ruhe in den Alltag bringen.

Wenn du das System aufbauen möchtest

In meinem Buch „Heilanker Wohlstand" gehe ich mit dir durch alle sieben Räume, in Ruhe und in deinem Tempo. Mit dem Einkommenskompass, der zeigt, wie sich dein Geld verteilt, und mit allem, was auf dem Weg dazwischenkommen kann.

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Der Sicherheitskobel ist für viele der wichtigste Einstieg: Notgroschen aufbauen ohne Druck.

Und wenn du wissen möchtest, warum am Monatsende so wenig übrig bleibt: Warum du trotz Einkommen kein Geld übrig hast.

Mehr Impulse zu Geld im Alltag findest du hier.

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